Kölner Karosseriebauer- Betriebe bieten Corona die Stirn

Nahezu alle Werkstätten haben trotz Corona-Pandemie geöffnet. Das geht aus einer gemeinsamen Blitzumfrage der Kfz- und der Karosseriebauer-Innung Köln hervor. In der aktuellen Krisenzeit sind Betriebe des Kfz- und Karosseriebauer-Handwerks systemrelevant, denn sie tragen in besonderem Maße zur Sicherstellung der Mobilität bei. 

Schließlich müssen Rettungsfahrzeuge, Lieferwagen und sonstige Fahrzeuge am Laufen gehalten werden, damit wichtige Versorgungs- und Hilfsketten nicht zusammenbrechen. Dafür sorgen die rund 300 Mitgliedsbetrieben der beiden Kölner Innungen und ihre Mitarbeiter.

Während die Verkaufsstellen des Autohandels schließen mussten, dürfen Werkstätten weiterhin öffnen. Aber auch in den Kfz- und Karosseriebauer-Werkstätten ist die Auftragssituation besorgniserregend. Bereits jetzt berichten 85 Prozent der Betriebe von einer größtenteils deutlich rückläufigen Werkstattauslastung. Für die nächsten Wochen wird mit weiteren starken Rückgängen bei den Aufträgen gerechnet. Rund 35 Prozent der Betriebe beanspruchen bereits Kurzarbeitergeld, 48 Prozent haben einen Vorantrag auf Kurzarbeit gestellt.

Um den Betrieb am Laufen zu halten, haben 69 Prozent der Befragten Betriebe bislang noch alle Mitarbeiter im Einsatz. Manche müssen wegen Kinderbetreuung auf Mitarbeiter verzichten (18 Prozent). Viele haben einstweilen Maßnahmen getroffen, um die besondere Lage zu bewältigen. Dazu gehören Homeoffice, wo möglich (17 Prozent), sowie Schichtarbeit (13 Prozent). Personellen Überkapazitäten begegnen die Betreibe neben Kurzarbeit mit dem Abbau von Mehrarbeit (18 Prozent),  Zwangsurlaub (10 Prozent), Freistellung bei Lohnfortzahlung (5 Prozent) und Kündigung (5 Prozent).

Um Kontakte zu meiden, findet vieles wie Auftragsannahme oder Rechnungserklärung nur noch telefonisch oder online statt. Während die Verkaufsstellen des Autohandels geschlossen haben, bleibt der Online-Handel über die eigene Website oder Internet-Plattformen möglich. Vor Ort setzen die Werkstätten neben Desinfektion und Hygiene auf vielfältige Maßnahmen. Dazu gehören ein verstärkter Hol- und Bring-Service (46 Prozent), Hinweisschilder (49 Prozent), Abstandsbereiche mit Absperrbändern (54 Prozent), Diskretionszonen (44 Prozent), Fahrzeugschlüssel kontaktlos abgeben (25 Prozent), Nachtanlieferung und Schlüsseltresor, um das Auto zum Service zu bringen (23 Prozent), Kasse und Rezeption mit Plexiglasscheiben (27 Prozent), Bezahlsystem statt Bargeld (31 Prozent) und vieles mehr.  

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